Spiel und Taktik

Das Spiel mit oder gegen den Anti-Belag

Der Anti oder auch Anti-Topspin-Belag zeichnet sich vor allem durch eine Eigenschaft aus: Seine nicht vorhandene Griffigkeit. Anders als bei den langen Noppen ist ein nahezu völlig glatter Noppen-innen-Belag, ein Anti, erlaubt. Auch Anti-Beläge gibt es in den verschiedensten Ausführungen. Mit hartem oder weichem, mit dickem oder dünnem Schwamm. Mal leicht griffig, mal spiegelglatt.
 

Werden in den unteren Spielklassen Anti-Topspin Beläge vor allem verstärkt zur Aufschlag-Annahme eingesetzt, so tauchen sie in den höheren Spielklassen nahezu nicht auf. Mit ihrer stark eingeschränkten Spieleigenschaft können sie mit ihrem größten Konkurrenten, der langen Noppe, einfach nicht mithalten. Die größte Stärke des Antis ist gleichzeitig seine größte Schwäche: Er nimmt keine Rotation an, mit Ihm kann allerdings auch keine Rotation erzeugt werden.

 

Dieser Belag wird entweder zum Block- und Schuss-Spiel am Tisch oder aber zur „Unterschnittabwehr“ aus der Halbdistanz genutzt, wobei die Rotationsmenge hier stark eingeschränkt ist.

 

Generell kann man sagen, dass ein Anti bevorzugt von Spielern eingesetzt werden, die die ankommende Rotation nicht so gut lesen können und wenig Fehler machen wollen. Spielt man einen rotationsreichen Ball in den Anti-Topspin Belag, so dreht der Ball auf der glatten Oberfläche durch und die Rotation wird nahezu komplett neutralisiert. Je glatter der Belag ist, umso mehr dreht der Ball logischerweise durch. 

 

Ein Anti mit einem harten, dickerem Schwamm wird verstärkt im tischnahem Spiel zum Blocken und Schießen eingesetzt, während jener mit einem weichem Schwamm eher für das Abwehrspiel in der Halbdistanz eingesetzt wird. Ausnahmen bestätigen hier natürlich die Regel.

 

Wie spiele ich nun gegen einen Anti-Topspin-Belag?

 

Generell muss ich mir überlegen, dass ein Anti die Rotationsmenge immer verringert. Spiele ich einen spinnigen Topspin in den Anti und mein gegenüber führt einen Abwehrschlag aus, so dreht der Ball auf dem Belag durch und ich bekomme einen Teil meiner Rotation zurück. Hierbei wird die Rotationsrichtung beibehalten, die Bewegungsrichtung jedoch geändert. Aus viel Oberschnitt wird wenig Unterschnitt. Durch die Beschaffenheit des Antis kann nie mehr oder gleichviel Rotation zurückkommen, als ich meinem Schlag zugefügt habe. Spiele ich hingegen leere Bälle, so bekomme ich auch leere Bälle zurück. Aus der Halbdistanz stellt dies für die wenigsten Spieler Probleme dar.

 

Kaum anders verhält es sich, wenn der Anti vorne am Tisch gespielt wird. Mit hackenden Block-Bewegungen kann ein ankommender Topspin mit einem leichten Unterschnitt-Block beantwortet werden. Hier machen die meisten Spieler den Fehler, die Rotationsmenge zu überschätzen. Wichtig ist es hierbei die Flugkurve und die Drehungen des Balls gut zu beobachten. Oft kommt der Ball, bedingt durch einen sehr langsamen und dämpfenden Schwamm des Antis, kürzer als erwartet. Steht man zu weit hinten und zieht den Ball zu stark nach oben, so macht man einen leichten Fehler. Auch hat man oft das Gefühl, dass der Ball einen komische Flugkurve zurücklegt. Das ist dadurch der Fall, dass man den Ball schneller, spinniger oder flacher/höher erwartet, weil man diese Flugkurve eigentlich gewöhnt ist.

 

Gegen einen Anti zu spielen, ist also eigentlich kein Hexenwerk. Man muss nur bedenken, dass, egal mit welcher Rotation ich den Ball spiele, diese gewissermaßen umgedreht in abgeschwächter Form zurückkommt. So kann ich, wenn ich gerne auf leichten Unterschnitt spiele, einfach einen langen Oberschnitt Aufschlag in den Anti spielen und den nächsten Ball gut ziehen. Spiele ich eine leeren Aufschlag, so muss ich zwar mit einem schwachen Angriff rechnen, kann diesen aber meistens auch leicht mit einem Topspin beantworten. Spätestens wenn der Ball etwas zu hoch kommt, kann ich fast jeden Ball mangels Rotation einfach schießen.

(Quelle: mytischtennis.de)

Spiel und Taktik

Leichte Punkte über den Ellenbogen

In den unteren bis mittleren Spielklassen werden Platzierungen oft undurchdacht gewählt. Dabei kann es manchmal ganz einfach sein, den Punktgewinn über den Wechselpunkt vorzubereiten oder direkt zu erzielen. Um zu verstehen, warum die Platzierung auf den Ellenbogen (Wechselpunkt) so erfolgreich sein kann, sollte man überlegen, was auf der gegenüberliegenden Seite passiert und welche Entscheidung der Gegner treffen muss. Er muss im Bruchteil einer Sekunde entscheiden, ob er den Ball mit der Vorhand oder mit der Rückhand spielt. Oft reicht diese zusätzlich benötigte Zeit schon aus, um den Gegner zu einem Fehler oder aber zu einem qualitativ schlechten Schlag zu zwingen. Der Wechselpunkt ist dabei keinesfalls ein „fester Punkt“ und kann je nach Spielertyp und Position zum Tisch natürlich variieren. Hierzu sollte man als Angreifer genau beobachten, bei welchen Schlägen der Gegner noch mit der Rückhand spielt und ab welchem Zeitpunkt er sich für einen Schlag mit der Vorhand entscheidet. Dieser Wechselpunkt muss getroffen werden. Hierbei ist es gar nicht so wichtig, wie schnell man den Ellenbogen bzw. Wechselpunkt anspielt, sondern wie genau. Je präziser, umso besser. ... mehr

Nach der Runde ist vor der Runde

Strategien und Übungen fürs Doppeltraining. Wie oft schnappt ihr euch im Training euren Doppelpartner, um gemeinsam am Zusammenspiel zu arbeiten? Bei den meisten steht das Doppel  ganz unten auf dem Trainingsplan. Dabei wird jedes Punktspiel mit drei Doppelpaarungen eröffnet. Stellt sich die Frage."Schon zu Beginn drei Punkten hinterherlaufen oder den Gegner mit guten Eröffnungsdoppeln unter Druck setzen?"

Einen Trainingstipp zum Doppel in wenigen Zeilen zu verfassen, ist eigentlich kaum möglich. Schließlich stehen zwei Teams am Tisch, die versuchen, gemeinsam zu gewinnen. Zudem stehen aber auch vier Spieler am Tisch, die individuelle Stärken und Schwächen haben, die es einzusetzen bzw. zu vermeiden gilt.

Mit dieser Feststellung ist auch schon eine wesentliche Aufgabe für ein Doppel-Team definiert. Man muss sich untereinander darüber klar werden, welche Stärken man insgesamt hat und welche bzw. wie man sie einbringen will, um gemeinsam möglichst erfolgreich zu sein. Analoge Überlegungen gilt es auch für die Schwächen anzustellen: Welche Schwächen haben die beiden Spieler und wie ist der Weg, dass diese möglichst wenig Einfluss auf das Spiel haben?

Unabhängig von der Eigenanalyse und dem Einfluss der gegnerischen Stärken und Schwächen auf eine individuelle Spieltaktik gibt es einige übergeordnete Strategien, die man beim Doppelspiel im Hinterkopf haben sollte.

  1. Spiele den Ball oft auf die Stelle zurück, von der er gekommen ist.

  2. Spiele viele Bälle sehr weit nach außen.

  3. Beim Spiel über "die Mitte" ist die permanente Veränderung des Wechselpunktes genau zu beobachten.

Nachfolgend einige Grundübungen:

1. Übung:

Team A: KAS
Team B: aggressiver RS in außen VH (gelegentlich KRS in RH, dann frei)
Team A: T diagonal

Team B: T in freie Seite, dann frei

Wechsel: 4 x 4 Minuten

2. Übung:
Team A: KAS (US oder leer)

Team B: KRS in VH (gelegentlich lang in RH, dann frei)
Team A: Sch/F in RH (gelegentlich VH, dann frei)
Team B: RHT parallel, dann frei
Wechsel: 6 x 3 Minuten

3. Übung:

Team A: KAS/HlAS

Team B: RS in Ecke

Team A: aggressiver T ganze Tisch, dann frei

5 Sätze mit der Übung

pdf-Download des Trainingstipps

(Quelle: myTischtennis.de; TT-Schule Zugbrücke Grenzau/DK)

Nach der Runde ist vor der Runde

Hier gibt es Trainingstipps zur Saisonvorbereitung. Und weiter geht's mit unseren Tipps zur Saisonvorbereitung. Nachdem wir Ihnen in den letzten Wochen das Ausdauer- und Krafttraining für die Sommerpause in unseren Trainingstipps näher gebracht haben, geht es in dieser Woche um das Schnelligkeitstraining, genauer gesagt das Schnelligkeitstraining mit plyometrischen Übungen. Welches große Spektrum an Übungen Sie dabei erwartet und mit welcher Frequenz Sie diese wiederholen sollten, erfahren Sie hier!

Plyometrisches Training besteht aus einem reaktiven Krafttraining und ist eine spezielle, intensive Trainingsform zur Verbesserung der Schnellkraft. Plyometrische Übungen veranlassen einen Muskel sich zunächst einmal zu dehnen, bevor durch Kontraktion eine Bewegung durchgeführt wird. Bedingt durch die vorhergehende Dehnung, kann sich der Muskel schneller zusammenziehen, als wenn er sich direkt zusammenzieht. Diese aktive Dehnung eines Muskels, unmittelbar gefolgt von einer Verkürzung, ist ein natürlicher Ablauf. Er ist bekannt als Dehnungs-Verkürzungs-Zyklus (DVZ) und entsteht durch das Zusammenspiel zweier Muskelsensoren (Golgi- Sehnen- Apparat und Muskelspindel).

Die Muskelspindel befindet sich direkt im Muskel und verläuft längs der Muskelfasern. Sie sammelt Informationen zur Dehnung und Länge eines Muskels und gibt diese an das Rückenmark weiter. Registriert die Muskelspindel nun einen schnellen oder starken Dehnungsreiz, wird dem Muskel der Befehl gegeben sich zusammen zu ziehen. Diesen Vorgang kennt jeder, bei dem der Arzt schon einmal den Patellasehnenreflex getestet hat. Der Golgi-Sehnen-Apparat befindet sich in der Sehne und sammelt Informationen über die Anspannung und Dehnung in der Sehne. Er hat die Aufgabe, zu verhindern, dass ein Muskel vom Knochen abreißt. Wird eine zu große Spannung der Sehne registriert, wird dem Muskel das Signal gegeben die Kontraktion zu stoppen und dafür den Gegenspieler zu aktivieren. Dies verlangsamt oder stoppt eine Bewegung. Durch ein regelmäßiges Propriozeptives Training erhofft man sich, den Einfluss des Golgi- Sehnen-Apparats zu verringern und die Fähigkeit der Muskelspindeln bei der Ausführung von schnellen Bewegungen zu verbessern.

Das Ziel eines Propriozeptiven Trainings für Tischtennisspieler muss sein, die Geschwindigkeit für Seitwärtsbewegungen und die Schnelligkeit des Armschwungs zu verbessern. Das nachfolgende Programm sollte an zwei Tagen der Woche durchgeführt werden, am besten nach dem Aufwärmen und vor der eigentlichen Trainingseinheit.

Übung

Sätze

Wiederholungen

Weitsprung aus dem Stand

3

5

Hürdenhüpfer seitwärts

3

5

Hüpfer in verschiedene Richtungen

2

5

verdrehte Situps mit Wurf

2

5

Wurf aus dem umgedrehten Handgelenk

3

5

Die Pause sollte zwischen den einzelnen Sätzen 2 Minuten betragen.

Beschreibung der Übungen:

1. Weitsprung aus dem Stand

Stehen Sie mit den Füßen schulterbreit auseinander. Schwingen Sie die Arme zurück und gehen Sie schnell in die Knie. Schnellen Sie dann vorwärts, indem Sie die Knie, die Hüfte, die Fußgelenke und den Rumpf strecken und gleichzeitig die Arme so explosiv wie möglich vorwärts und nach oben schwingen. Achten Sie auf eine komplette Körperstreckung um soweit und so hoch wie möglich zu springen. Landen Sie so leise wie möglich auf den Fußballen. Gehen Sie zurück in die Ausgangslage und wiederholen die Übung für die vorgegebene Wiederholungszahl.

2. Hürdenhüpfer seitwärts

Hierfür brauchen Sie 8-10 Hindernisse, wie z.B. Hürden, Pylonen, Sporttaschen etc, die zwischen 10 und 40cm hoch sind. Stellen Sie die Hindernisse in einem Abstand von ca. 40- 60cm auf.  Stellen Sie sich nun seitwärts neben das erste Hindernis. Springen Sie seitwärts über die Hürden und strecken Sie dabei Knie, Hüften und Fußgelenke, während Sie die Arme nach oben schwingen. Achten Sie darauf, die Bodenkontaktzeiten so kurz wie möglich zu halten und halten Sie die Hüfte nach vorne gerichtet. Führen Sie die Übung für die angegebene Zahl der Wiederholungen in beide Richtungen durch.

3. Hüpfer in verschiedene Richtungen

Dies ist eine kombinierte Schnelligkeits- und Reaktionsübung, die Sie am besten zu zweit durchführen.

Bringen Sie dafür auf dem Boden mit Klebeband ein Kreuz an und nummerieren Sie die Ecken des Kreuzes mit den Zahlen 1-4. Springen Sie nun auf Kommando von Ihrem Partner immer aus der Mitte des Kreuzes zu der von Ihrem Partner genannten Zahl und so schnell wie möglich wieder zum Ausgangspunkt zurück.

4. Verdrehte Situps mit Wurf

Auch dies ist eine Übung, die Sie am besten mit einem Partner machen. Mit ein bisschen Routine ist es allerdings auch möglich, die Übung alleine gegen eine Wand durchzuführen. 

In der Ausgangsposition liegen Sie auf dem Rücken, die Beine sind angewinkelt und die Füße stehen flach auf dem Boden. Nun kommen Sie in eine sitzende Position, die Arme über dem Kopf. Ihr Partner wirft Ihnen seitlich einen Ball (Fußball, Volleyball, im Idealfall einen Medizinball) zu, so dass Sie den Rumpf drehen müssen, damit Sie den Ball fangen können. Durch den Ball kommen Sie wieder in die Ausgangssituation zurück und sobald die Schulterblätter den Boden berühren, kommen Sie wieder in die Sitzposition zurück. Dann werfen Sie Ihrem Partner wieder den Ball zu. Die Kraft des Wurfes sollte hierbei aus der Aufrichtung durch die Bauchmuskulatur kommen.

Eine Wiederholung entspricht dem Fangen des Balls einmal auf der linken und einmal auf der rechten Seite.

5. Wurf aus dem umgedrehten Handgelenk

Stehen Sie mit den Füßen ca. schulterweit auseinander, die Arme hängen locker herab. In einer Hand halten Sie z.B. einen Tennisball, die Handfläche zeigt nach unten. Im Ellenbogengelenk haben Sie einen 90° Winkel, so dass sich der Unterarm parallel zum Boden befindet. Biegen Sie Ihr Handgelenk so stark wie möglich nach unten und lassen Sie dann das Handgelenk nach vorne schnellen um den Ball nach vorne zu werfen. Achten Sie darauf den Wurf nur aus Ihrem Handgelenk durchzuführen.

(Quelle: myTischtennis.de; TT-Schule Zugbrücke Grenzau/DK)

Nach der Runde ist vor der Runde

Hier gibt es Trainingstipps zur Saisonvorbereitung. 

Und weiter geht's mit unseren Tipps zur Saisonvorbereitung. Nach der Ausdauer nun das Thema Krafttraining, das für Tischtennisspieler eigentlich auch das ganze Jahr über eine wichtige Rolle spielen sollte. Es hat nicht nur Auswirkungen auf die Bewegungsgeschwindigkeit der Spieler, sondern dient auch der Verletzungsprävention. Hier lesen Sie, welche Umfänge zielführend sind.

In der Saisonvorbereitung hat man die Möglichkeit, ungeachtet von Turnieren oder Spieltagen, einen ganzen Trainingszyklus zu durchlaufen. Innerhalb dieses Zyklus' sollte man sich dem Hypertrophietraining, dem Maximalkrafttraining und dem Training der Schnellkraft widmen. Als Trainingsdauer für die einzelnen Bereiche haben sich sechs (Hypertrophie), vier (Maximalkraft) und zwei (Schnellkraft) Wochen als sinnvolle Umfänge erwiesen.

Was heißt Hypertrophie, Maximal- und Schnellkraft?

Ein Hypertrophietraining ist vereinfacht ein Training, um Muskelwachstum zu erreichen. Wir trainieren mit einer Intensität von 70-85% der individuellen Maximalleistung einer Übung. Üblicherweise werden 3-4 Durchgänge (Sätze) mit 8-12 Wiederholungen durchgeführt. Die Pause zwischen den Sätzen sollte ca. 2-3 Minuten betragen.

Ein Maximalkrafttraining ist ein Training der intramuskulären Koordination. Das bedeutet, der Muskel lernt, möglichst viele seiner Muskelfasern anzusprechen. Wir trainieren mit 90-100% der individuellen Maximalleistung einer Übung und arbeiten mit 5-8 Sätzen und 1-3 Wiederholungen pro Satz. Die Satzpause kann bis zu 5 Minuten betragen.

Beim Schnellkrafttraining wird die konzentrische (den Widerstand überwindende) Bewegung einer Übung möglichst explosiv ausgeführt. Die Intensität sollte bei 50-70% der individuellen Maximalleistung liegen. Die Wiederholungszahl und Satzzahl hängt hierbei von der Bewegungsgeschwindigkeit jeder einzelnen Wiederholung ab. Der Satz sollte beendet werden, wenn Trainer oder Spieler einen Geschwindigkeitsverlust in der Bewegung bemerken.
Wie hoch ist die Maximalkraft?

Wenn wir uns die einzelnen Trainingsmethoden einmal genauer ansehen, fällt auf, dass die Intensitäten immer von der Maximalkraft abhängen. Die Maximalkraft sollte immer für jede Übung einzeln ermittelt werden. Da die Verletzungsgefahr bei einem Maximalkraftversuch sehr hoch ist, und eine Verletzung die ganze Vorbereitung zunichte machen kann, sollte man austesten, welches Gewicht man für 5 Wiederholungen gerade noch bewegen kann. Dies entspricht ca. 85% der Maximalleistung (vgl. de Marées, Sportphysiologie 2003, S. 204). Somit lässt sich die Maximalleistung relativ gefahrlos berechnen.

Für eine Verbesserung der sportlichen Leistung sollten Übungen ausgewählt werden, die über mehrere Gelenke gehen, wie z.B. Kniebeugen, Kreuzheben oder Bankdrücken. Als Ergänzung hierzu sollten immer zusätzlich Übungen in das Training mit eingebaut werden, die der Verletzungsprävention dienen. Diese müssen nicht bis zum Muskelversagen ausgeführt werden, hier kann man z.B. 2 Sätze mit 15 Wiederholungen durchführen. Beispiele sind: vorgebeugtes Seitheben, Übungen für die Rumpfmuskulatur etc.

Im Folgenden soll ein Trainingsplan über 12 Wochen am Beispiel der Kniebeuge verdeutlicht werden.

Beispieltrainingsplan:

Übung: Kniebeuge

Testgewicht 5 Wdh: 80kg

Maximalgewicht 1 Wdh: 94kg

gewählte Wiederholungszahl: 8 Wdh

Sätze: 3

Pause: 2-3 Minuten

Trainingseinheiten pro Woche: 3


Hypertrophietraining über 6 Wochen:
  Woche 1 Woche 2 Woche 3 Woche 4 Woche 5 Woche 6
Trainingsgewicht [kg] 65 67,5 70 72,5 75 77,5
% von 1 Wdh 70 72 74 77 80 82

Anschließend erfolgt erneut ein Maximaltest, dieser sollte im Idealfall etwas höher ausfallen als der erste. Je nach Trainingserfahrung kann man mit Steigerungen von 5-10% rechnen.

Übung: Kniebeuge

Testgewicht 5 Wdh: 84kg

Maximalgewicht 1 Wdh: 99kg

gewählte Wiederholungszahl: 3 Wdh

Sätze: 5

Pause: bis 5 Minuten

Trainingseinheiten pro Woche: je nach Regenerationsfähigkeit 2-3

Training der Maximalkraft über 4 Wochen:

  Woche 7 Woche 8 Woche 9 Woche 10
Trainingsgewicht [kg] 90 92,5 95 97,5
% von 1 Wdh 91 93 96 98

Auch nach diesem Zyklus erfolgt ein Re-Test.

Übung: Kniebeuge

Testgewicht 5 Wdh: 88kg

Maximalgewicht 1 Wdh: 104kg

Ziel pro Trainingseinheit: 8 Sätze mit je 3 Wiederholungen mit maximaler konzentrischer Geschwindigkeit, Abbruch der Einheit (eines Satzes) bei merklichem Geschwindigkeitsabfall der Bewegung

Pause: bis 5 Minuten

Trainingseinheiten pro Woche: 2

Schnellkrafttraining über 2 Wochen:

  Woche 11 / Einheit 1 Woche 11 / Einheit 2 Woche 12 / Einheit 1 Woche12 / Einheit 2
Trainingsgewicht [kg] 52,5 57,5 62,5 67,5
% von 1 Wdh 50 55 60 65

Wichtig bei all diesen Überlegungen ist immer, dass der Spieler auch in der Lage ist, die Übungen mit sauberer Technik auszuführen. Hier sollte der Leitspruch sein: „Qualität vor Quantität“. Deshalb ist es wichtig, sich die Übungen von einem erfahrenen Trainer oder Sportler zeigen und nach Möglichkeit auch in den Trainingseinheiten kontrollieren zu lassen. Ist der Sportler einmal nicht in der Lage, die vorgegebene Wiederholungszahl mit einem bestimmten Gewicht zu erreichen, so sollte die Trainingseinheit noch einmal genau so wiederholt werden, anstatt das Trainingsgewicht weiter zu erhöhen. Die Ursachen für ein Nicht-Erreichen einer Trainingsvorgabe können sehr vielfältig sein (nicht genügend Schlaf, unzureichende Nahrungsaufnahme, schlechter Tag, unkonzentriert etc.). Hier sollte man immer langfristig an die Gesundheit denken, denn nur ein gesunder Tischtennisspieler kann auch seine volle Leistungsfähigkeit ausschöpfen.

(Quelle: myTischtennis.de; TT-Schule Zugbrücke Grenzau/DK)

Hier gibt es Trainingstipps zur Saisonvorbereitung. 

Den Anfang bildet dabei – das von Tischtennisspielern – doch ganz gerne stark vernachlässigte Ausdauertraining. Welche Trainingsintensität am sinnvollsten ist, das erfährst Du hier! 

Ausdauertraining stärkt das Immunsystem

Durch ein Ausdauertraining erfolgt eine Anpassung des vegetativen Nervensystems. Es lernt sich besser auf die jeweiligen Anforderungen einzustellen. Somit überwiegt in den Ruhephasen der Vagotonus (das Gleichgewicht von Sympathikus und Parasympathikus ist in Richtung Parasympathikus verschoben), und dies führt zu einer Verkürzung der Erholungszeiten, d.h. man verkraftet schwere Trainingseinheiten besser und ist schneller wieder einsatzbereit. Regelmäßiges moderates Ausdauertraining, am besten im Freien, hilft das Immunsystem zu stärken. Wer es schafft infektfrei (Husten, Schnupfen, etc.) durch die Vorbereitung oder sogar die Saison zu kommen, kann mehr trainieren und ist die ganze Saison durch leistungsfähig.
Belastung vor allem für Sprung-, Knie- und Hüftgelenke

Bei Tischtennisspielern sind vor allem die Sprung-, Knie- und Hüftgelenke stark belastet. Ständige Sprünge, schnelle Richtungswechsel und Drehungen ziehen gerade den Knorpel der Gelenke in Mitleidenschaft. Durch ein Ausdauertraining wird nicht nur der Stoffwechsel des Gelenkknorpels verbessert, sondern auch die Anzahl der Knorpelzellen kann zunehmen, so dass einer Arthrose vorgebeugt wird.

Um von diesen Anpassungen zu profitieren, reicht es 2-3 Mal in der Woche zwischen 30 und 60 Minuten laufen zu gehen. Für die richtige Geschwindigkeit gilt der Leitsatz „Laufen ohne Schnaufen“, d.h. man soll sich während der Belastung noch locker unterhalten können.

Ein Beispiel für ein Ausdauertraining eines Tischtennisspielers über vier Wochen könnte z.B. so aussehen:

Woche 1

Montag: 40 Minuten mit einem Maximalpuls von 164 Schlägen pro Minute

Donnerstag: 50 Minuten mit einem Maximalpuls von 150 Schlägen pro Minute

Samstag: 30 Minuten mit einem Maximalpuls von 140 Schlägen pro Minute

Woche 2

Montag: 45 Minuten mit einem Maximalpuls von 164 Schlägen pro Minute

Donnerstag: 55 Minuten mit einem Maximalpuls von 150 Schlägen pro Minute

Samstag: 30 Minuten mit einem Maximalpuls von 140 Schlägen pro Minute

Woche 3

Montag: 50 Minuten mit einem Maximalpuls von 164 Schlägen pro Minute

Donnerstag: 60Minuten mit einem Maximalpuls von 150 Schlägen pro Minute

Samstag: 30 Minuten mit einem Maximalpuls von 140 Schlägen pro Minute

Woche 4

Montag: 30Minuten mit einem Maximalpuls von 164 Schlägen pro Minute

Donnerstag: 40 Minuten mit einem Maximalpuls von 150 Schlägen pro Minute

Samstag: 20 Minuten mit einem Maximalpuls von 140 Schlägen pro Minute

(Quelle: myTischtennis.de; TT-Schule Zugbrücke Grenzau/DK)

Wie werde ich Aufschlagprofi?

Der Aufschlag ist unbestritten einer der wichtigsten Schläge im Tischtennis und bietet direkt zum Anfang jedes Ballwechsels die Chance, den Gegner vor große Probleme zu stellen. Umso mehr Aufmerksamkeit sollte man dem Aufschlag auch im Training widmen.

Wie hoch sollte ich den Ball zum Aufschlag werfen? Wie stelle ich mich am besten hin? Wie erzeuge ich die größte Rotation? Und wo sollte ich den Ball auf meiner eigenen Tischhälfte platzieren? Solche und andere Fragen kommen einem automatisch in den Sinn, wenn man sich mit dem eigenen Aufschlag beschäftigt. Die Glücklichen unter Ihnen hatten am Anfang ihrer Tischtenniskarriere einen fähigen Trainer an ihrer Seite, der nicht nur gezeigt hat, wie es geht, sondern auch die Hintergründe erklärt hat. Alle anderen wollen wir in der Suche nach den besten Antworten mit "Hermanns Aufschlagtipps" unterstützen.

Viel Spaß beim Training!

 Teil 1: Die Regeln                 Teil 2: Die Griffhaltung          Teil 3: Grundposition              Teil 4: Platzierung auf                                                                                                          und Balltreffpunkt                          eigener Hälfte

                     

Teil 5/I: Das Geheimnis     Teil 5/II: Noch mehr            Teil 6: Die Finte                     Teil 7: Der lange Aufschlag  der Rotation                      Spin im Service

                      

(Quelle: my tischtennis.de)

Spiel und Taktik

E-Learning im Tischtennis

Du willst Dein Wissen und Deine Vorstellungen bzgl. der unterschiedlichen Schlagtechniken im Tischtennis verbessern? Dann bist Du auf der Seite www.spingate.de richtig! Die Firmen spinfactory.de und TIBHAR haben dort mit Unterstützung des Instituts für Bewegungswissenschaften in den Sportspielen an...
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