Neuer TT-Ball ab Juli 2014

Ab Juli 2014 wird er das neue Spielgerät sein: der Plastikball.

Ähnlich allen anderen Regeländerungen, an die sich Tischtennisspieler im Laufe der Jahre gewöhnen mussten, wurde auch über die Einführung des Plastikballs bisher viel diskutiert und vor allem – spekuliert.

Es war im März 2012. In Dortmund fand gerade die Team-WM statt, Deutschland kämpfte um den Titel im eigenen Land. Da verkündete die ITTF endgültig eine Neuerung, die sich schon im Jahr zuvor durch einen ähnlichen Beschluss angebahnt hatte: das Aus für den Zelluloidball – immerhin seit 1891 offizielles Spielgerät im Tischtennis – und stattdessen die Einführung des Plastikballs ab Juli 2014. Als Hintergrund wurde von ITTF-Seite genannt, dass Zelluloid in vielen Ländern bereits verboten sei bzw. in naher Zukunft verboten sein werde. Der Herstellungsprozess birge zu große gesundheitliche Gefahren für die Produktionshelfer.

Plastikball größer aber trotzdem leichter als sein Vorgänger
Der Plastikball wird mit exakt 40 statt 39,8mm größer aber trotzdem leichter als sein Vorgänger sein und aus einem Ganzen statt aus zwei Hälften bestehen. Seine geplante Einführung spaltet die Tischtennis-Gemeinde in zwei Lager: Die einen vermuten durch den neuen Ball eine Abnahme des Spins. Schließlich hatte man diese Erfahrung bereits in den 80er Jahren gemacht, als die ersten Versuche mit einem Plastikball scheiterten – weil dieser nach einiger Zeit zu "glatt" gespielt war und keine Rotation mehr annahm. Andere befürworten einen Ball aus neuem Material, sie bemängeln die Haltbarkeit des Zelluloidballs. Eine Vermutung über die Flugeigenschaften des neuen Balls folgt der nächsten. Mit positiven wie negativen Vorurteilen könnte nun, zumindest in Ansätzen, Schluss sein. 

Der Plastikball ist übrigens nichts Neues

In den 1980er-Jahren scheiterte ein Versuch, die Bälle aus einem anderen Kunststoff herzustellen. Die unter dem Namen der Tischtennislegende Victor Barna vertriebenen Tischtennisbälle zeichneten sich durch eine extrem lange Haltbarkeit aus, zudem war der zur Herstellung verwendete Kunststoff unter Spielbedingungen nahezu unzerstörbar. Jedoch wurde die Oberfläche bereits nach kurzer Spieldauer so glatt, dass an die Schlagtechniken „Top-Spin“ oder „Unterschnitt“ nicht mehr zu denken war. Dieses Problem konnte nicht gelöst werden und der neuartige Kunststoffball verschwand wieder vom Markt. (Quelle: Wikipedia)

Das Webdesign und die Pflege dieser Webseite ist ein soziales Projekt mit freundlicher Unterstützung von www.homepage.house